Da sind wir…

WANN, WENN NICHT JETZT?

WIR* treten mit einem gemeinsamen Bündnis zur Wahl des Studierendenparlaments 2009 an.

WIR*
sind ein Zusammenschluss von Menschen, die den studentischen Alltag aktiv mitgestalten wollen.

WIR* wollen ein Studium, das mehr ist als eine Ausbildung, ausschließlich auf den Arbeitsmarkt ausgerichtet. Bildung ist in unseren Augen keine Ware und wir sind keine Produkte! Wirwollen stattdessen eine demokratisch organisierte Hochschule, die die Interessen und sozialen Belange ihrer Mitglieder und der Gesellschaft ernst nimmt.

Weil Forschung, Lehre und Studium nicht mehr frei sind, weil Wanka und Jung das studentische Leben bestimmen, vor dem Hintergrund verschärfter sozialer Bedingungen sind Veränderungen nötiger denn je: Solidarisch können wir gemeinsame Ziele besser erreichen.

WER, WENN NICHT WIR*?

*WIR sind bunt, kreativ und politisch! Unter Wahrung der Selbstbestimmung Aller, möchten wir eine gemeinsame Liste als Plattform zur besseren Vernetzung, Koordination von Aktionen und Kommunikation bilden. Viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter engagieren sich seit Kurzem oder bereits längerer Zeit in den Hochschulgruppen idealiste, grüne überparteiliche liste (gül), offenelinkeliste [oll] und Die Linke.SDS. Einige erkämpfen Verbesserungen als Fachschaftsaktive, andere sind ganz neu dabei – und vielleicht bald auch Du!

Wir haben uns gemeinsam dazu entschieden, Hochschulpolitik an unserer Uni neu zu denken. Der Bildungsstreik hat in unseren Augen vieles in Bewegung gebracht. Wir wollen diese Bewegung weitertragen, verstetigen und ihre Forderungen aktiv unterstützen!

WAS, WENN NICHT DAS?

FREIES STUDIUM

  • Freier Masterzugang
  • Möglichkeit des Teilzeitstudiums
  • Mehr Praxisrelevanz und Fachdidaktik und kein Einweg-Lehramtsbachelor
  • Studierbarkeit der neuen und alten (Diplom und Magister-)Studiengänge
  • Eindämmen des Einflusses der Wirtschaft und des Militärs an der Hochschule
  • Selbstbestimmtes Studium anstelle von Anwesenheitspflichten, Prüfungsdruck und Konkurrenzdenken
  • Erhalt und Unterstützung von Jugendclubs, Kulturprojekten und studentischem Kulturzentrum

GERECHTE FINANZIERUNG

  • Breite Fächervielfalt und Hochschule in gesellschaftlicher Verantwortung statt Leuchttürme und Elitedenken
  • Keine prekäre Beschäftigung an der Uni: Bessere Bezahlung für studentische Hilfskräfte und Lehrbeauftragte, unbefristete Arbeitsverträge für alle Uni-Angestellten
  • Bedarfsgerechte Ausfinanzierung der Hochschulen statt Mangelverwaltung
  • Studienhonorare statt (versteckte) Studiengebühren und prekäre Lebensverhältnisse

DEMOKRATISCHE UNI

  • Demokratische Mitbestimmung für alle Hochschulangehörigen: Viertelparität in allen Gremien ist das Mindeste!
  • Keine Überwachung an der Uni! Nicht durch PULS und auch nicht durchDozierende, die E-Learning-Programme zur Kontrolle der Studis nutzen!
  • Für Freiräume an der Uni – gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und patriarchale Strukturen

Wir nehmen die Lebensrealitäten Potsdamer Studierender ernst und agieren mit unseren Forderungen nicht im luftleeren Raum. Stattdessen wollen wir uns gerade auch um die „kleinen“ Dinge des täglichen Lebens kümmern: Sei es beim Sport- und Sprachkursangebot, bei den Mensen oder der Wohnsituation.


Antisexismus – Hä? Kein Sex, oder was?!

Nein! Antisexismus wendet sich nicht gegen Sex, sondern gegen die Diskrimierung Diskriminierung bzw. Unterdrückung von Menschen und Menschengruppen aufgrund ihres Geschlechtes. „Sex“ leitet sich hierbei von der englischen Bedeutung „Geschlecht“ ab. Der Antisexismus ist vor allem in der jüngeren Geschichte sogar eng mit der sexuellen Befreiung verknüpft – auch wenn beide Diskurse intersektional betrachtet werden sollten.

Wir von B.E.A.T. möchten eine Universität, in der sich alle Menschen unabhängig ihres biologischen und sozialen Geschlechts frei entfalten können. Wir wollen eine Uni, in der Gleichberechtigung von Frauen, Männern und allen Menschen, die sich nicht einem Geschlecht zuordnen können oder wollen.

SEXISTISCHES VERHALTEN

Leider ist das derzeit nicht annähernd der Fall. Die Universität ist kein gesellschaftsfreier Raum, das heißt wir treffen hier auf all die Vorurteile und diskriminierenden Meinungen sowie Handlungen, mit denen wir auch auf der Straße konfrontiert werden. Mir vergeht oft der Appetit, wenn ich der Mensa mitbekomme, wie Kommilitonen über Kommilitoninnen sprechen. Es bleibt nicht immer bei verbalem Sexismus. Auch sexistische Übergriffe sind keine Seltenheit.

Solcherlei Diskriminierungen ereignen sich nicht nur zwischen Studierenden. Teils geht sexistische Repression auch von Lehrenden, also aus einer überlegenen Stellung heraus, aus. Die Opfer bleiben ungehört. Es gibt keine Anlaufstelle, bis auf das Referat für Geschlechterpolitik im AStA, für betroffene Personen.

Wenn du sexistisches Verhalten beobachtest oder direkt davon betroffen ist, bleib auf keinen Fall still. Such dir Unterstützung bei Kommilitoninnen und sprich Missstände und Vorfälle laut an. So hilfst du auch, dass so etwas nicht mehr passieren kann.

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