Die neue Transparenz

Neu gewählter AStA glänzt auf Sitzung mit Geheimniskrämerei und Inhaltslosigkeit

Auf der zweiten Sitzung des Allgemeinen Studierendenausschusses am Dienstag dieser Woche konnte die studentische Öffentlichkeit ihrer neuen Vertretung genau auf die Finger schauen. Selbstverständlich begleitet die Opposition diese Sitzungen regelmäßig.

Auch in dieser Woche vermochte der AStA nicht über Anträge mit inhaltlichem Profil abstimmen, Studierendenprojekte warten so weit über drei Wochen auf eine Entscheidung des AStA zu beantragten Projektförderungen. Zahlreiche Anträge aus der Vorwoche wurden erneut vertagt.
Beschlossen wurden allerdings viele organisatorische Punkte, wie zum Beispiel die Ausstattung diverser Gremienmitglieder mit Zugängen für das AStA-Büro. Unverständlich aber erscheint, dass auch Mitglieder des aktuellen AStA-Zweckbündnisses mit Schlüsseln und Zugängen für die AStA-Infrastruktur ausgestattet wurden, die keine gewählten Mitglieder in akademischen Gremien sind, um Beratertätigkeiten wahrzunehmen. “Im vergangenen Jahr wäre uns soetwas als Klientelpolitik um die Ohren gehauen worden”, kommentiert dies Tamás Blénessy für BEAT! Bildung jetzt.

Als unnötige Ausgabe kritisieren BEAT! und shineUP die die Kosten für eine Renovierung des AStA-Büros, die sich inklusive Verpflegung des AStA auf 380 Euro belaufen werden.

Zu späterer Stunde unterhielt sich der AStA in einem nicht-öffentlichen Teil über die Verteilung der Aufwandsentschädigung sowie über eine mögliche neue dritte Stelle im studentischen Kulturzentrum. “Der Ausschluss der Öffentlichkeit war hier keinesfalls statthaft”, empört sich Daniel Sittler von der Hochschulgruppe shineUP über diese Form von Intransparenz. Die heiklen Themen sollen nun auf einem zweiten Treffen des AStA am Freitag besprochen werden.

Der AStA beschloss ebenso eine Referent_innen-Mailingliste, auf der die AStA-Mitarbeiter_innen nicht mitlesen können. “In den vergangenen Jahren wurden die Mitarbeiter_innen auch in die interne Kommunikation mit einbezogen. Eine solche Hierarchisierung zeugt von einem Misstrauen gegen die eigenen Mitarbeiter_innen. Wie dieses innerhalb von zwei Wochen entstehen konnte, ist uns ein Rätsel”, ergänzt die ehemalige AStA-Referentin Susanne Eckler für BEAT! Bildung jetzt.

“Fassen wir also zusammen: Gerade einmal fünf AStA-Referent_innen beschließen im Grunde genommen nichts außer Organisatorisches, fassen keinerlei inhaltliche Beschlüsse und schmeißen die Opposition raus, als es zumindest ein bisschen interessant wird. Wir sind gespannt, wann der AStA mit dem inhaltlichen Arbeiten beginnt”, so Blénessy abschließend.