Kritik heißt: Sprengung der Verhältnisse!
Unsere Veranstaltungsreihe “Kritische Didaktik” startet am kommenden Dienstag, 11. Mai, mit dem Thema “Kritische Geschichtsdidaktik”.
„Es war einmal …“
Kritische Geschichtsdidaktik
Workshop, Dienstag, 11.Mai 2010, 16-19Uhr
Neues Palais, Haus 8, Raum 0.75
Referentin: Regina Richter
Wer macht Geschichte, Geschichtsschreibung/-kultur und Geschichtsdidaktik – und wie? Wer oder was wird dabei ausgeschlossen, verschleiert oder legitimiert?
Was könnte mensch anders machen bzw. entgegensetzen – inhaltlich wie methodisch?
Warum überhaupt Geschichte und Geschichtsdidaktik? Und kann die Auseinandersetzung mit Geschichte emanzipatorisch sein? Was sind Grenzen einer kritischen Geschichtsdidaktik?
Solche und ähnliche Fragen sollen im Workshop gemeinsam diskutiert werden. Da die Zeit begrenzt ist, kann es nur um einen ersten Austausch und gegenseitige Anregungen gehen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Reflexion der eigenen Geschichtsbilder und der eigenen Rolle als Vermittler_innen liegen.
Weiter geht es mit der Theaterpädagogik und ihrem Einsatz im Unterricht.
„Lampenfieber im Unterricht – Lehrende und ihre Konflikte in der schulischen Praxis“
Theaterpädagogik
Workshop, Donnerstag, 20.Mai 2010, 16.00 – 20.30 Uhr
Neues Palais, Haus 9, Raum 2.06
Referent: Stephan Antczack
“Theaterpädagogik” nennt sich die Tätigkeit im Grenzbereich von Theater und Pädagogik. Entstanden ist die Theaterpädagogik aus dem Schul- und Laientheater für junge Menschen. Heute wird darunter die
künstlerische Arbeit an sozialen Brennpunkten verstanden, aber auch Theaterprojekte in Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Es werden Theater-Methoden und szenische Arbeitsformen vermittelt.
Stephan B. Antczack, Jg. 1966, Uni Potsdam, stellt die Werke der Impulsgeber für die Theaterpädagogik, Augusto Boal und Keith Johnstone, theoretisch und praktisch mit kleinen Übungen vor. Bezugspunkt sind die Probleme von Studierenden, die den Lehrer_innenberuf erlernen wollen und die dabei den Anspruch auf eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse erheben.
Abschließend wollen wir mit euch die spannende Frage diskutieren, ob es in der Politischen Bildung überhaupt eine echte Emanzipation geben kann.
„Emanzipation in der politischen Bildung ?!“
Kritische Politikdidaktik
Diskussion, Donnerstag, 27.Mai 2010, 18.00 – 20.30 Uhr
Griebnitzsee, Haus 6, S18
Referentin: Janne Mende
Die Zielsetzung aller politischen Bildung ist der mündige Mensch. Aber kann mensch Emanzipation bilden, gar lehren? Ist nicht schon die Zielsetzung der Mündigkeit Bevormundung? Wo liegen die Potenziale und wo die Grenzen einer kritisch-emanzipatorischen politischen Bildung? Zur Diskussion dieser und ähnlicher Fragen haben wir die Herausgeberin des Buches “Emanzipation in der politischen Bildung”, Janne Mende, eingeladen.
Janne Mende bereitet momentan ihre Promotion über das Verhältnis von Kultur, Identität, Universalismus und Kritik vor, um damit an ihr Studium der Ethnologie, der Psychologie und der Politikwissenschaften anzuschließen. Sie ist in der außerschulischen politischen Bildungsarbeit aktiv, unter anderem für reflect! e.V., die DGB-Jugend und die Jugendbildungsstätte Kurt-Löwenstein. Ihre Schwerpunkte liegen dabei auf Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Kritischer Theorie.
